Infomail 5 vom 27.02.2007


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit unserem letzten Infomail hat sich einiges getan, auch wenn wir damit nicht ganz zufrieden sind und es unserer Meinung nach mehr sein könnte.

Erfreulich ist, dass mittlerweile die erste Betriebsratsumlage auf unserem Konto eingelangt ist, was uns ein kleines Stück mehr an finanzieller und damit auch politischer Unabhängigkeit ermöglicht, welche uns allen als Belegschaft zugute kommen wird. Nochmals herzlichen Dank für die breite Unterstützung für die Einführung einer Betriebsratsumlage an dieser Stelle an alle KollegInnen.
Auch ist die Geschäftsführung mittlerweile bereit über eine SEG-Zulage für einen Teil der KollegInnen nachzudenken.

Unerfreulich ist, dass wir noch immer einer Reihe von Grundlagen für die Betriebsratsarbeit entbehren müssen, welche eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müssten. Wir haben keine Betriebsrats-Mail-Adresse, können als Kollektiv in der Arbeitszeit nicht offiziell in die Abteilungen gehen, erhalten unzureichende Meldungen über personelle Veränderungen und Zeitausgleiche usw. Es gibt also viel zu tun und wir müssen alle miteinander die Ärmel aufkrempeln, um es erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

Besonders wichtig für unsere Arbeit wäre eine Personalliste, welche zumindest die folgenden Daten enthält:
* Name
* Geburtsdatum
* StaatsbürgerInnenschaft
* Verwendung
* Einstufung
* Lohn bzw. Gehalt
* Zulagen
* allfällige Probezeit bzw. Befristung des Arbeitsverhältnisses
* Stichtage für Einstufung und Urlaub.
An Stelle einer solchen Liste wäre auch die Übermittlung der Dienstzettel in Kopie möglich.
Wir versuchen seit Monaten, diese von der Geschäftsführung zu bekommen. Nachdem wir ihre bestehenden rechtlichen Bedenken entkräften konnten, beruft sich diese nun darauf, dass einzelne KollegInnen nicht wollen, dass der Betriebsrat diese Angaben erhält. Fr eine sinnvolle Betriebsratsarbeit wäre noch viel mehr notwendig, da wir z.B. die korrekte Einhaltung von Feiertagen nur kontrollieren können, wenn wir das Religionsbekenntnis der KollegInnen, welches uns sonst vollkommen egal ist, kennen. Bei den o.g. Angaben handelt es sich um das absolute Minimum, da nur so die Kontrolle der korrekten Gehaltsauszahlung, welche uns vom Gesetz her vorgeschrieben ist, möglich wird.

Um diese und andere sowie selbstverständlich auch von euch eingebrachte Themen zu besprechen, kündigen wir schon mit diesem Infomail die nächste Betriebsversammlung an, zu welcher die offizielle Einladung selbstverständlich noch erfolgen wird.
Zeit: Donnerstag 29.03.2007, 15 Uhr
Ort: Sitzungszimmer Laudongasse, Laudongasse 29-31, 1080 Wien (Eingang im Innenhof)
Tagesordnung:
1. Tätigkeitsbericht
2. Erfordernisse für die Betriebsratsarbeit (z.B. Personaldaten)
3. Umsetzung des BAGS-Kollektivvertrages
4. erforderliche innerbetriebliche Regelungen für die Umsetzung des BAGS-Kollektivvertrages
5. Arbeitszeit
6. Einrichtungsbesuche
7. Überlegungen zur Errichtung einer Konzernvertretung
8. Allfälliges
Falls es zusätzlich Themen von Euch gibt, ersuchen wir um deren Übermittlung bis 8.3.2007, so dass wir sie noch auf die offizielle Tagesordnung aufnehmen können.

Wir ersuchen euch um zahlreiche Teilnahme an der Betriebsversammlung, um einen möglichst guten kollektiven Diskussionsprozess zu ermöglichen, welcher die Voraussetzung für die Vertretung der Interessen der Belegschaft und die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen ist.

mit kollegialen Grüßen

27. Februar 2007, Der Betriebsrat

PS: In Abteilungen, wo nicht alle KollegInnen über ein persönliches E-Mail verfügen, ersuchen wir um Weitergabe dieser E-Mail an alle. Sollte jemand den Wunsch haben, die Infomails des Betriebsrates an eine andere E-Mail-Adresse geschickt zu bekommen oder wir eine solche Adresse nicht haben, kann diese jederzeit gerne mitgeteilt werden und wir werden unseren Verteiler dementsprechend adaptieren.